14.01.2019 - Anfrage - Hochwasserschutz an der Innerste

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14.01.2019

A N F R A G E
gemäß § 14 der Geschäftsordnung des Rates der Landeshauptstadt Hannover

Hochwasserschutz an der Innerste

Die Landkreise Hildesheim und Goslar sowie die Städte Hildesheim, Goslar und Salzgitter haben sich gemeinsam mit dem Land Niedersachsen auf ein Hochwasserschutzprojekt für die Innerste und ihrer Nebengewässer verständigt. Geplant ist, zum Schutz vor Hochwasser sechs Rückhaltebecken und Polder unterschiedlicher Größe zu schaffen. Insgesamt sollen 25 Mio. Kubikmeter Wasser in den geplanten Becken zurückgehalten werden. Damit ist das Stauvolumen etwas geringer als die große Leine-Staufläche bei Salzderhelden mit 37,4 Mio. Kubikmeter Volumen. Die Innerste mündet südlich von Hannover in die Leine.

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

  1. Welche Auswirkungen haben die an der Innerste geplanten Maßnahmen auf die Hochwassersituation in Hannover und auf die gültigen HQ 100 bzw HQ 200 Grenzen?
  2. Die Erfahrungen der letzten Leine-Hochwasser haben gezeigt, dass solche Stauwerke wie Salzderhelden die Spitze der Hochwasser flacher halten, dafür die Leine aber länger Hochwasser führt, wenn die Becken geleert werden. Mit welchen Vorsorgemaßnahmen ist für die städtischen Hochwasserschutzeinrichtungen zu rechnen um z.B. ein Aufweichen der Deiche zu vermeiden?
  3. Ist ein gemeinsames Management der Hochwasser an Innerste und Leine geplant?

Lars Kelich
Stv. Fraktionsvorsitzender