01.11.2017 - Zusatzantrag - Bebauungsplan Nr. 1835 Steinbruchsfeld Ost - Beschluss über die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit

SPD-Fraktion im Rat der Landeshauptstadt Hannover
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Landeshauptstadt Hannover

FDP-Fraktion im Rat der Landeshauptstadt Hannover

  • In den Stadtentwicklungs- und Bauausschuss
  • In den Ausschuss für Umweltschutz und Grünflächen
  • In den Verwaltungsausschuss
  • An den Stadtbezirksrat Misburg-Anderten (zur Kenntnis)

01.11.2017

Zusatzantrag
gemäß § 34 der Geschäftsordnung des Rates der Landeshauptstadt Hannover

zur Drucksache Nr. 1763/2017
Bebauungsplan Nr. 1835 Steinbruchsfeld Ost - Beschluss über die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit

zu beschließen:

Die Verwaltung wird beauftragt, im weiteren Verlauf des Bebauungsplanverfahrens für das Gebiet Steinbruchsfeld Ost dem Rat Alternativen zur jetzigen Planung vorzulegen oder die Planung so zu ändern, dass nach Möglichkeit folgende Vorgaben umgesetzt werden:

  1. Es soll geprüft werden, wieweit es Möglichkeiten gibt, den AnliegerInnenverkehr im Wohngebiet zu reduzieren, unter anderem durch Car-Sharing-Angebote im Wohngebiet.
  2. Bäume die unter Baumschutzsatzung fallen sowie bestehende Gewässer sind vor Beginn der Planung zu kartieren, zu untersuchen und bei gutem Gesundheitszustand und hohem ökologischem Wert wenn möglich zu erhalten und in die Planungen zu integrieren. Es soll außerdem geprüft werden, ob Neupflanzungen von Bäumen im Anschluss an das Wäldchen am Verbindungsweg zur Buchholzer Straße (zwischen Werfel- und Kafkastraße) den ökologisch wertvollen Bereich dieses bestehenden innerstädtischen Waldstücks weiter aufwerten könnten.
  3. Es soll untersucht werden, ob die Versorgung des Neubaugebiets mit Fernwärme möglich ist, um den CO2-Ausstoß zu senken und zur Verbesserung der lokalen Luftqualität Emissionen aus Heizungsanlagen möglichst zu vermeiden.
  4. Bei der Planung der Erschließung des Baugebiets soll in Zusammenarbeit mit einem Telekommunikations-Anbieter eine flächendeckende Glasfaserversorgung (FTTB/FTTH) vorgesehen werden, um so die Attraktivität des Baugebiets zu erhöhen.
  5. Für die Dauer der Planungsphase des Baugebietes wird der Planungsprozess in zwei weiteren Versammlungen für die BürgerInnen transparent gestaltet und eine Einbeziehung der Belange der Betroffenen ermöglicht.

Begründung:
Die frühzeitigen Vorgaben zum Bebauungsplanverfahren für das Gebiet Steinbruchsfeld Ost sollen zur Attraktivität des neuen Wohngebiets beitragen. So sehen die jetzigen Planungen zum Baugebiet Steinbruchsfeld Ost z.B. das Fällen von 8000 Quadratmetern Wald vor. Ein Erhalt möglichst vieler großer alter Bäume wäre jedoch nicht nur aus ökologischer Sicht wünschenswert, sondern würde auch den Wohnwert des Neubaugebiets erhöhen. Zugleich soll sichergestellt werden, dass der Planungsprozess für die betroffenen AnwohnerInnen des Baugebietes transparent gestaltet wird und ihre Belange einbezogen werden.

Lars Kelich                             Norbert Gast                                 Wilfried H. Engelke
Stellv. Fraktionsvorsitzender     Stellv. Fraktionsvorsitzender           Fraktionsvorsitzender