17.05.2013 - Antrag - Kooperation Kinder- und Jugendarbeit und Sportvereine

SPD-Fraktion im Rat der Landeshauptstadt Hannover
Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Rat der Landeshauptstadt Hannover


17.05.2013

In den
- Jugendhilfeausschuss
- Sportausschuss
- Verwaltungsausschuss

Antrag
gem. § 10 der Geschäftsordnung des Rates der Landeshauptstadt Hannover

Kooperation Kinder- und Jugendarbeit und Sportvereine


zu beschließen:
Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept für nachhaltige lokale Kooperationen von Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit und Sportvereinen zu entwickeln. Dieses soll gemeinsam mit den jeweiligen VertreterInnen der beteiligten Fachbereiche, dem Stadtsportbund Hannover, Sportvereinen und Jugendeinrich-tungen in freier Trägerschaft geschehen. Dabei ist eine Integration des Konzeptes in den Sportentwicklungsplan und bei der Neuorganisation der Kinder- und Jugend-arbeit zu berücksichtigen.
Ziel ist es, die jeweiligen Räumlichkeiten und Flächen für Jugendliche besser nutzbar zu machen und sowohl für den jeweiligen Sportverein als auch die Jugendarbeit positive Effekte entstehen zu lassen. Das Konzept soll an drei Modellstandorten umgesetzt werden.
Bei dem gesamten Prozess sollen die beim JugendSportNetzwerk gewonnenen Erfahrungen berücksichtigt und das Netzwerk in die Konzeptentwicklung mit einbezogen werden.
Bis zum Frühjahr 2014 soll die Verwaltung den zuständigen Ausschüssen einen Zwischenbericht und eine Beschreibung möglicher Modellstandorte vorlegen.

Begründung:
Viele Sportvereine klagen über einen Mitgliederrückgang im Bereich der Jugendlichen. Besonders Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren treten häufig aus. Diese Altersgruppe findet sich in den Jugendzentren wieder. Der Wunsch, die eigene Freizeit gestalten, Sport ohne Leistungsdruck zu treiben und Trendsportarten auszuprobieren, spielt dabei eine Rolle. In den Sportvereinen ist die Struktur der Jugendgruppen häufig an das System des Leistungssports angepasst.
„Freizeitgruppen“ für Jugendliche werden in einigen Fällen eher in Jugendzentren angeboten, die hierfür erst die Infrastruktur schaffen müssen - wie Geräte oder auch Räume und Platz. Beide Bereiche könnten ihre Ressourcen einbringen. Es entstände eine Win-win-Situation.

Christine Kastning Lothar Schlieckau
Fraktionsvorsitzende Fraktionsvorsitzender