Antrag 27.02.2006 - Ausbau von Beratungs- und Betreuungsangebote durch Familienhebammen


A N T R A G
gemäß § 10 der Geschäftsordnung des Rates
der Landeshauptstadt Hannover

Ausbau des Beratungs- und Betreuungsangebotes durch Familienhebammen

Antrag zu beschließen:

Die Verwaltung wird beauftragt, die Betreuung junger Familien und Alleinerziehende durch Familienhebammen, die bisher im Rahmen eines Modellprojektes eingesetzt werden, spätestens ab Juli 2006 so auszuweiten, dass bis zu 100 junge Familien in Hannover durch Familienhebammen betreut werden können. Die Finanzierung soll aus dem sog. Experimentiertopf des KSD und wie bisher auf Honorarbasis erfolgen, wobei Kosten für Abstimmungs- und Organisationsarbeiten mit zu vergüten sind.

Ggf. zur Verfügung stehende Landes- und Bundesmittel sind mit in die Finanzierung einzubeziehen.

Die konkrete Beschlussvorlage soll den Ratsgremien (insbesondere Sozialausschuss und Jugendhilfeausschuss) kurzfristig zur Beratung vorgelegt werden.


Begründung:

Niedersachsenweit kommen seit dem Jahr 2002 speziell ausgebildete Familien-hebammen zum Einsatz. In Hannover sind seit 2005 zwei Familienhebammen mit jeweils sieben Wochenstunden im Einsatz. Diese können zurzeit rd. 25 Familien betreuen.

Das Modellprojekt der Stiftung „Eine Chance für Kinder“ hat sich in den beteiligten Kommunen Niedersachsens sehr bewährt. Auch in Hannover sind die Erfahrungen bereits sehr positiv. Es zeigt sich jedoch, dass die zeitlichen Kapazitäten der beiden Familienhebammen in Hannover nicht ausreichend sind, um allen Anfragen gerecht zu werden. Aus diesem Grund sollen spätestens ab Juli dieses Jahres fünf weitere Familienhebammen jungen Müttern, schwangeren Alleinerziehenden und Schwangeren aus sozial schwierigen Milieus beratend zur Seite stehen.

Die Finanzierung soll aus dem sog. Experimentiertopf erfolgen, da zum einen die Arbeit der Familienhebammen nur teilweise von den Krankenkassen getragen wird und somit gesondert vergütet werden muss (pro Stunde 36 €). Die Arbeit der Familienhebammen hat zudem eine wichtige präventive Funktion. Langfristig können damit HzE-Kosten vermieden werden. Weitere Finanzierungsmöglichkeiten
und –mittel sind einzubeziehen.


Klaus Huneke
Fraktionsvorsitzender

Lothar Schlieckau
Fraktionsvorsitzender