03.02.2010 - Antrag - Rahmenkonzept zur Gedenk- und Erinnerungskultur der Landeshauptstadt Hannover

SPD-Fraktion im Rat der Landeshauptstadt Hannover
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Fraktion im Rat der Landeshauptstadt Hannover

In den
- Kulturausschuss
- Verwaltungsausschuss

Hannover, den 03.02.2010

Antrag gemäß § 34 der Geschäftsordnung des Rates der Landeshauptstadt Hannover

Rahmenkonzept zur Gedenk- und Erinnerungskultur der Landeshauptstadt Hannover

zu beschließen:

Die Verwaltung wird beauftragt,

unter Federführung des zuständigen Fachbereiches Bildung und Qualifizierung ein Rahmenkonzept für eine Gedenk- und Erinnerungskultur der Landeshauptstadt Hannover zu erarbeiten.
Das Konzept soll die in Hannover bereits vorhandenen Orte und Aktivitäten der Erinnerungsarbeit wie z. B. KZ-Außenlager, Zwangsarbeiterlager, Seelhorster Friedhof, Mahnmal Opernplatz, Gedenkstätte Ohestr., Ehrenmal Maschsee, ehem. Synagoge Rote Reihe u. a. wie die Stolpersteine einbeziehen.

Zudem sollen Kooperationsmöglichkeiten mit der Neukonzeption der Gedenkstätte Ahlem geprüft werden.

Die Vorlage soll den entsprechenden Gremien im Januar 2011 vorgelegt werden.

Begründung:
Nach der Befreiung Deutschlands durch die Alliierten hat es auch in der Landeshauptstadt Hannover Phasen der Aufarbeitung der NS-Gewaltherrschaft gegeben. Insbesondere in den 80´er Jahren sind durch Ausstellungen im Historischen Museum und errichtete Mahnmale am Standort der KZ-Außenlager in Stöcken, Misburg und Ahlem Zeichen aktiver Erinnerungsarbeit gesetzt worden.
Für eine kontinuierliche und nachhaltig wirkende Erinnerungsarbeit ist es erforderlich, einen konzeptionellen Rahmen zu formulieren und dabei insbesondere der jüngeren Generation über geeignete Medien und Aktivitäten nachhaltig einen Zugang zu verschaffen.

Christine Kastning Lothar Schlieckau
Fraktionsvorsitzende Fraktionsvorsitzender