SPD-Ratsfraktion ist sich einig mit Sprengel-Chef Spieler: "Die Bewerbung ist eine große Chance für Hannover."

Belgin Zaman, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion HannoverFoto: Belgin Zaman
 

In der Bewerbung um den Titel der Kulturhauptstadt Europas 2025 liege ein „ungeheures Potenzial für die Stadtentwicklung“, hat der Direktor des Sprengel-Museums, Reinhard Spieler, erklärt und für ein „Ja zur Bewerbung“ geworben. Die SPD-Ratsfraktion begrüßt dieses Votum. Sie ist sich mit Spieler einig, dass die Bewerbung eine große Chance für die Stadt sei.

 

Der Kleine Parteitag des SPD-Stadtverbandes zum Thema „Auf dem Weg zur Kulturhauptstadt 2025“ am Montag sei ein erster Schritt in dem Beteiligungsprozess, so Belgin Zaman, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion. Bereits im November habe die SPD-Ratsfraktion bei einer Veranstaltung ausschließlich Zustimmung für die Idee der Bewerbung erhalten, erläutert die kulturpolitische Sprecherin.

„Reinhard Spieler verweist zu Recht darauf, dass Politik und Verwaltung allein keine erfolgreiche Bewerbung zustande bringen werden“, führt Zaman aus: „Das ist auch gar nicht unsere Intention: Wir brauchen die gesamte Stadtgesellschaft dafür!“ Der SPD-Stadtverband habe nun einen ersten Schritt dazu unternommen und deshalb auch Kulturschaffende und andere Interessierte zu dem Kleinen Parteitag eingeladen: „Nur gemeinsam können und werden wir erfolgreich sein – auch da sind wir einer Meinung mit Reinhard Spieler.“

Spielers kritische Ausführungen teilt die SPD-Ratsfraktion zumindest in Ansätzen. So habe der Sprengel-Chef Recht, wenn er einerseits die Bedeutung und das Renommee von Hannovers Kultur unterstreiche und andererseits bedauere, dass dieses Potenzial zu wenig sichtbar sei. Spielers Anmerkungen zum Leitthema „Nachbarschaft“ verstehe sie als konstruktiven Beitrag, so Belgin Zaman: „Ich persönlich kann mich mit seinem Vorschlag ‚Neue Nachbarschaft‘ anfreunden.“ Insgesamt aber erwarte man ohnehin im Zuge des Beteiligungsprozesses ganz viele Anmerkungen zur Kultur in Hannover und zu deren Perspektiven: „Kulturhauptstadt wird man ja nicht für das, was man schon hat, sondern für das, was man vorhat. Und um solche Perspektiven zu entwickeln, bedarf es schlichtweg auch kritischer Anmerkungen.“

Die SPD-Ratsfraktion unterstreicht, dass die SPD mit der Kulturhauptstadt-Bewerbung eine Idee aus dem Stadtentwicklungsdialog „Mein Hannover 2030“ aufgenommen habe und diese Idee nun auch umsetzen wolle. Dafür habe man zunächst parteiübergreifend den Schulterschluss im Rat gesucht, doch nun sei die Stadtgesellschaft aufgerufen, sich mit ihren Überlegungen in das Bewerbungsverfahren einzubringen. Dazu gehört ein Beteiligungsprozess, auf den auch Oberbürgermeister Stefan Schostok bei dem Kleinen Parteitag hingewiesen hat. Die SPD Hannover, so Zaman, hat gezeigt, dass sie diesen Beteiligungsprozess unterstützen wolle.