Rot-Grün sorgt für Entspannung am Wohnungsmarkt – auch für Studierende

Ewald Nagel, baupolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion HannoverFoto: Ewald Nagel
 

Die SPD-Ratsfraktion hat den Vorwurf der CDU zurückgewiesen, Rot-Grün verweigere sich der Pflicht, studentischen Wohnraum in Hannover bereitzustellen.

„Die hannoversche CDU blendet die Gründe für die Zahl der knappen Studentenwohnungen aus“, ärgert sich der baupolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Ewald Nagel, denn: „Als die CDU von 2003 bis 2013 in Niedersachsen regierte, hat sie keine einzige Sozialwohnung gebaut.

 

Die Wohnungspolitik hat sich erst unter Ministerpräsident Stephan Weil geändert! Erst die rot-grüne Landesregierung hat 400 Mio. € für den Wohnraumförderfonds zur Verfügung gestellt.“

Der hannoversche Wohnungsmarkt sei zweifellos angespannt, so Nagel. Allerdings habe die SPD-Ratsfraktion bereits die ersten Zeichen der Veränderung im hannoverschen Wohnungsmarkt zum Anlass genommen, ein Wohnkonzept zu initiieren. Dies wurde von der Verwaltung 2013 vorgelegt und vom Rat beschlossen. Darin ist festgelegt, dass im Zeitraum bis 2025 über 12.000 Wohneinheiten entstehen sollen.

In den Haushaltsplänen 2013 bis 2016 der Stadt wurde daraufhin von Rot-Grün beschlossen, Fördermittel für über 800 Sozialwohnungen zur Verfügung zu stellen. Allein die städtische Tochter GBH plant den Bau von 1.500 Wohnungen. Im Zuge der hannoverschen Wohnungsbauoffensive vereinbarte der Oberbürgermeister mit den hannoverschen Wohnungsunternehmen den Bau von mindestens 1.000 Wohneinheiten jährlich – „ein großer Erfolg“, wie Ewald Nagel meint, schließlich dienten all diese Maßnahmen zur Entspannung auf dem hannoverschen Wohnungsmarkt und wirkten dämpfend auf das Mietniveau.

Doch auch speziell für Studierende hat sich nach Einschätzung des baupolitischen Sprechers etwas getan. So habe ein privater Investor aus München hat für 23,5 Mio. € am Weidendamm 303 Ein- bis Zwei-Zimmer-Wohnungen für Studierende errichtet. Die Anlage ist im vergangenen Herbst in Betrieb gegangen. Aktuell baut das Studentenwerk ein Wohnheim für 80 Plätze am Lodyweg. Dafür stellt das Land Niedersachsen einen Zuschuss von 1,5 Mio. € zur Verfügung. Weitere 200.000 € Landesförderung fließen in eine Erweiterung am Wilhelm-Busch-Weg. Dort sollen 27 Wohnheimplätze entstehen.

Nagel räumt ein: „Aus Sicht der Studierenden mag das noch immer nicht ausreichend sein. Aber es ist angesichts der heutigen Planungsvorläufe in drei Jahren kaum aufzuholen, was die Vorgängerregierung in zehn Jahren versäumt hat!“ Die SPD werde mit Hochdruck am Thema Wohnungsbau in Hannover arbeiten. „Wir sind sehr optimistisch, wenn in den großen Neubaugebieten wie Wasserstadt Limmer, Kronsberg oder Hilligenwöhren demnächst die ersten Bagger anrollen“, so Ewald Nagel.