Hannovers Schulen 2.0 | Michael Klie und Silvia Klingenburg-Pülm: Medienentwicklungsplan bietet Chancen für neue Lernkultur

 

„Schulen werden zum Campus für Lernende und Lehrende“, definiert Michael Klie, schulpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion, das Ziel der Medienstrategie an den Schulen Hannovers.

Dazu gehören auch die Planung und strategische Ausrichtung der schulischen IT-Bildungslandschaft, der Jugendschutz im Zusammenhang mit dem Medienkonsum, die Förderung der Medienkompetenz, das Lernen vernünftiger Mediennutzung und die Vorbeugung von Suchtverhalten.

„Medienkompetenz ist Bestandteil der Grundfertigkeiten des 21. Jahrhunderts“, sagt Silvia Klingenburg-Pülm, schulpolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion. „Sprache, Lesen, Schreiben, Rechnen sind hierfür die Grundlage.“ „Der Medienentwicklungsplan soll zukünftig für Hannovers Schulen pädagogisch-didaktische mit technisch-organisatorischen Konzepten verbinden und SchülerInnen und Lehrkräfte zu zukunftsorientiertem Lernen und Lehren befähigen“, so Michael Klie.

Die Endgeräte wie Tablets sollen von den Eltern über einen monatlichen Beitrag für die Nutzungsdauer finanziert werden. Allerdings erhalten SchülerInnen, die nach den Einkommensgrenzen des Bildungs- und Teilhabepakets (BuT) gefördert werden, die Geräte kostenfrei zur Verfügung gestellt.

„Darüber hinaus fordern wir, dass die Kosten für die Anschaffung von Tablets grundsätzlich möglichst gering und sozialverträglich gehalten werden“, sagt Klingenburg-Pülm. „Denn es gibt viele Familien und Alleinerziehende jenseits der BuT-Einkommensgrenzen, für die die Anschaffung des Gerätes eine
außerordentliche finanzielle Belastung bedeutet.“

Hintergrund:
Bereits seit 2012 fordern die SPD-Ratsfraktion und die Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, die Schullandschaft Hannovers in die Entwicklungen im ITBereich einzubinden. Mit dem seit September vorliegenden Medienentwicklungsplan wird ab 2016 ein dreijähriges Pilotprojekt an fünf Schulen aller Schulformen mit ca. 5.000 NutzerInnen in Gang gesetzt. Mit einem rot-grünen Änderungsantrag wird die Verwaltung beauftragt zu prüfen, wie die Kosten, die auf die Familien zukommen, möglichst gering
gehalten werden können.