Hannovers Schulen 2.0 | Medienentwicklungsplan verbindet sozialverträglich das pädagogisch-didaktische mit dem technisch-organisatorischen Konzept

Michael Klie, schulpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion
 

Bereits seit 2012 fordert die SPD-Ratsfraktion, die Schullandschaft´Hannovers in die Entwicklungen im IT-Bereich einzubinden. Mit dem seit September vorliegenden Medienentwicklungsplan wird ab 2016 ein dreijähriges Pilotprojekt an fünf Schulen aller Schulformen mit ca. 5000 Nutzern in Gang gesetzt. Die Pilotphase wird parallel und laufend ausgewertet, die gemachten Erfahrungen fließen in die weitere Realisierung des Gesamtprojektes ein.

 

„Schulen werden zum Campus für Lernende und Lehrende“, definiert Michael Klie, schulpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion, das Ziel der Medienstrategie an den Schulen Hannovers.
Dazu gehören auch die Planung und strategische Ausrichtung der schulischen IT-Bildungslandschaft, der Jugendschutz im Zusammenhang mit dem Medienkonsum, die Förderung der Medienkompetenz, das Lernen vernünftiger Mediennutzung und die Vorbeugung von Suchtverhalten. Medienkompetenz ist Bestandteil der Grundfertigkeiten des 21. Jahrhunderts und setzt auf den Schlüsselkompetenzen der Sprache, des Lesens und Schreibens und Rechnens auf.
Medienkompetenz befähigt Schülerinnen und Schüler darüber hinaus zu einem sachgerechten, selbstbestimmten und sozial verantwortlichen Umgang mit Medien. Sie ist Voraussetzung für die Teilhabe an der Informations- und Wissensgesellschaft sowie an demokratischen Prozessen der
Meinungsbildung und wichtige Voraussetzung für die berufliche Entwicklung. Michael Klie präzisiert das Ziel des Medienkonzeptes: „Der Schulträger schafft die technischen Rahmenbedingungen. Ziel ist es, ein Schüler/Endgeräteverhältnis von 1:1 zu schaffen.“

Um die Ausstattung mit Tablets zu unterstützen und voranzubringen, wird beabsichtigt, die Endgeräte mit Support, Versicherungen, Auslieferung und Service zentral von einem Dienstleister anzumieten. Diese Vorgehensweise ist für professionell und dauerhaft genutzte Geräte unerlässlich. „Allein schon die sofortige Bereitstellung eines Ersatzgerätes bei Verlust oder Beschädigung rechtfertigt den Anschaffungspreis“, so Michael Klie.
Die Geräte werden zum Selbstkostenmietpreis an die Eltern bzw. Schüler weitergegeben. Bei einem Anschaffungspreis von 450 € pro Endgerät fällt über die jeweilige Abschreibungszeit eine monatliche Miete von unter 20 € an. Schüler/Innen, die nach den Einkommensgrenzen des Bildungs- und Teilhabepakets (BuT) gefördert werden, erhalten die Geräte kostenfrei zur Verfügung gestellt.
Die Betreuung und Wartung der Soft- und Hardware wird von den Schulen derzeit sehr unterschiedlich gehandhabt, zum Teil durch Lehrkräfte und Schulsozialarbeitern, aber auch durch externe Dienstleistungsunternehmen. Ganz zu schweigen von vielen unterschiedlichen Softwareprodukten.
„Wir sind uns sicher, dass ein Bedarfsplan, ein Betreuungsplan und ein Beschaffungsplan durch koordiniertes Agieren des Schulträgers hier Entlastung für die Schulen und Lehrer bringen wird. Auch sind wir der Auffassung, dass ein Netzwerkmanagement für eine zukunftsfähige Medienentwicklung für unsere Schulen außerordentlich wichtig ist und sich Synergieeffekte ergeben werden,“ versichert der schulpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion Michael Klie. „Wir greifen damit Erfahrungen anderer Schulträger, z.B. aus Nürnberg, auf und setzen sie für den Schulträger Hannover innovativ um.“