"Keinen Fußbreit den Rechten!" | Ratsmehrheit aus SPD und Grünen bringt Antrag 'Aktionswoche gegen Rechts' ein.

Lars Kelich, migrationspolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion Hannover
 

„Wenn wir uns die jüngste Vergangenheit und die Gegenwart anschauen, stellen wir fest, dass die rechte Szene verstärkt versucht, in der Zivilgesellschaft Fuß zu fassen“, erklärt Lars Kelich, migrationspolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion Hannover. Besonders die sogenannten Pegida-Demos machen uns deutlich, dass präventiv mehr getan werden muss. Keinen Fußbreit den Rechten!“

 

Aus diesem Grund beantragen SPD und Grüne morgen (Donnerstag, 26.02.2015) im Internationalen Ausschuss eine `Aktionswoche gegen Rechts`. „Worüber wir uns ausdrücklich freuen, ist die Tatsache, dass im Januar fast 20.000 Menschen aus Hannover deutlich gemacht haben, dass sie für eine bunte Gesellschaft einstehen. Das war ein tolles Zeichen“, bemerkt Kelich.

„Pegida und andere rechte Demonstrationen arbeiten mit Vorurteilen – und das beste Mittel gegen Vorurteile ist immer noch Aufklärung“, so Kelich weiter. „Insofern ist unser Antrag eine gute Ergänzung der Internationalen Wochen gegen Rassismus.“ Konkret sieht der Antrag vor, dass die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit Vereinen, Verbänden und Initiativen, die sich gegen Rechts stark machen, ein Konzept für eine solche Aktionswoche erstellt. Deren Ziel ist es, in den Alltag der Menschen, z.B. die Schule, die Arbeitsstätte etc., hineinzuwirken. „Die Vielfalt unserer Gesellschaft ist keine Belastung, sondern eine Errungenschaft“, meint der Sozialdemokrat, „und diese Vielfalt zu leben und die Vorurteile zu entlarven ist Aufgabe einer solchen Aktionswoche.“

Auch der Vertrieb von Kleidung aus der rechten Szene wird im Antrag aufgegriffen. „Hier gibt es zum Beispiel schon seit langem die Initiative gegen rechten Lifestyle, die den dauerhaften Protest gegen das Geschäft in der Podbielskistraße organisiert. Auch diesen Protest wollen wir unterstützen, indem wir durch die Aktionswoche den Wirkungskreis erhöhen. So kann frühzeitig ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass das Tragen dieser Kleidung zivilgesellschaftlich geächtet werden muss“, führt Kelich aus.