Hannover setzt Standards für die Flüchtlingsunterbringung: Ratsfraktionen wollen weitere Verbesserungen

 

Immer mehr Menschen kommen als Flüchtlinge nach Hannover, weil sie in ihren jeweiligen Heimatländern verfolgt und bedroht werden. "Wir heißen sie in Hannover willkommen und bieten ihnen die Betreuung, die sie brauchen", so die Fraktionsspitzen von SPD, Grünen, CDU, FDP und PIRATEN im Rat der Landeshauptstadt Hannover.

Sie sind sich einig, dass die Grundsätze über den Betrieb von Wohnheimen und Wohnprojekten für Flüchtlinge und SpätaussiedlerInnen in der LHH als Bestandteil der Betreiberverträge überarbeitet werden sollen. In den Wohnheimen wird der Betreuungsschlüssel auf 1,5 Stellen Sozialarbeit auf 50 Plätze, in den Wohnprojekten auf 1 Stelle auf 60 Plätze verbessert. Auch wird die Wohnraumgröße auf 10 qm pro Person angehoben. Maßnahmen zur Qualitätssicherung runden den Kriterienkatalog ab. Für die Umsetzung stehen zunächst 100.000 Euro zur Verfügung.
Zudem soll bei Ausschreibungen das jeweilige Betreuungskonzept doppelt so stark bewertet werden wie der Angebotspreis.

Es sei ein gutes Zeichen, dass sich so viele Ratsmitglieder gemeinsam für eine gute Unterbringung von Flüchtlingen einsetzen, betonen die Fraktionsspitzen von SPD, Grüne, CDU, FDP und PIRATEN.