Schwerpunkte von SPD und Bündnis 90/Die Grünen im Bereich Gleichstellung zum Haushalt 2014

 

Die rot-grüne Ratskoalition setzt ihre Schwerpunkte in diesem Jahr auf die Beratung traumatisierter Frauen, die bessere Personalausstattung der Schwul- und Lesbenbeauftragten und der Prävention von Gewalt gegen Frauen und Mädchen mit Behinderung.

„Die gesellschaftliche Enttabuisierung von sexuellem Missbrauch und Vergewaltigung war überfällig, führt nun aber dazu, dass die Unterstützungssysteme überlastet sind“, betonen die gleichstellungspolitischen Sprecherinnen Regina Fischer (SPD) und Sabine Nolte-Vogt (Bündnis 90/Die Grünen). „Die Beratungsstellen brauchen mehr personelle Ressourcen, um dem Bedarf gerecht werden zu können.“ Damit die zusätzlichen Mittel effizient eingesetzt werden können, wird die Stadtverwaltung beauftragt, ein Konzept für die Vergabe der Mittel zu erarbeiten.

Nolte-Vogt benennt den zweiten Schwerpunkt der rot-grünen Haushaltsanträge: „Zwar sind Homosexuelle gesellschaftlich akzeptierter als noch vor zehn Jahren, die Beratungsarbeit ist jedoch intensiver geworden, da Diskriminierung sich nicht mehr so eindeutig zeigt“. Die Anlaufstelle für LSBTI* in der Stadtverwaltung wird personell aufgestockt, um der sich immer weiter ausdifferenzierende breite Palette der Aufgabenbereiche zu begegnen.

„Der Christopher-Street-Day setzt ein wichtiges Zeichen gegen Homophobie und zeigt, dass Hannover eine bunte, tolerante Stadt ist. Daher unterstützen wir ihn mit 2.500€“, betont Fischer.

Ein weiterer Punkt ist den gleichstellungspolitischen Sprecherinnen wichtig: „Frauen und Mädchen mit Behinderung sind überdurchschnittlich von Gewalt betroffen. Oftmals wissen sie zudem nicht, wo sie Hilfe bekommen können und Betreuungspersonen erkennen die Anzeichen nicht.“ Daher wird die Stadtverwaltung aufgefordert, einen Fachtag auszurichten, um für das Thema ‚Gewalterfahrungen von Mädchen und Frauen mit Behinderung‘ zu sensibilisieren und präventiv zu wirken.

Die rot-grünen Haushaltsanträge für den Bereich Gleichstellung im Überblick:

  • + 30.000€ für einen Topf „Beratung traumatisierter Frauen“
  • + 7.500€ für die Organisation eines Fachtags und Öffentlichkeitsarbeit zur Prävention und zur Sensibilisierung für Gewalterfahrungen von Frauen und Mädchen mit Behinderung
  • + 15.000€ für die Aufstockung um eine halbe Stelle bei den AnsprechpartnerInnen für Lesben und Schwule
  • + 2.500€ für die Finanzierung des Christopher-Street-Days

Hintergrund:
Am heutigen 03. Februar 2014 findet um 15:00h der Gleichstellungsausschuss der Stadt Hannover zum Haushalt statt.