Seit 2008 hat der Ausbau der Krippenplätze eine besonders hohe Priorität

Desiree Barnert
 

Die SPD-Ratsfraktion zieht eine positive Bilanz des Krippenausbauprogramms. „Seit Inkrafttreten des Kinderförderungsgesetzes 2008 hat der Ausbau der Krippenplätze eine besonders hohe Priorität“, sagt Désirée Barnert, jugendpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion. „Wir haben seitdem mehr als 1.800 zusätzliche Krippenplätze für Unter-Dreijährige geschaffen, so dass in Hannover aktuell mehr als 55 Prozent aller Ein- und Zweijährigen betreut werden können.“

 


Nach den rot-grünen Beschlüssen habe die Verwaltung ganze Arbeit geleistet: „Hier haben viele Hände sehr gut zusammen gearbeitet. Ohne dieses Engagement auf Seiten der Verwaltung, stünde Hannover nun nicht so gut da“, sagt die jugendpolitische Sprecherin. Ob die Plätze tatsächlich ausreichten, lasse sich jetzt noch nicht sagen. „Ich gehe davon aus, dass wir sehr viele Elternwünsche befriedigen können und für darüber hinausgehende Betreuungswünsche von der Verwaltung kurzfristige Lösungen gefunden werden“, so Barnert. „Gleichzeitig nehme ich aber auch an, dass der Ausbau weitergehen muss. Dabei darf die Qualität nicht vernachlässigt werden.“

Deswegen habe die SPD-Ratsfraktion gemeinsam mit ihrem grünen Koalitionspartner die schrittweise Einführung einer dritten Betreuungskraft in allen Krippengruppen beschlossen, die bis auf weiteres allein aus städtischen Mitteln finanziert wird. „Wir hoffen jedoch, dass das Land seine Aufgabe, die Qualität der Kinderbetreuung zu sichern, wahrnimmt und die dritte Betreuungskraft landesweit finanziert.“