SPD-Ratsfraktion Hannover: "Hannover kann von Frauenquote profitieren"

Michael Klie
 

Die hannoversche SPD-Ratsfraktion geht beim Thema Frauenquote mit gutem Beispiel voran. „Mehr als 48 Prozent unserer Aufsichtsratsposten haben wir mit Frauen besetzt“, sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Michael Klie. „Denn auch wenn sich die Bundesregierung nicht auf eine einheitliche Linie einigen kann, sollen Frauen in Hannover gute Karrierechancen bekommen. Unsere Frauen tragen mit ihrer Sichtweise dazu bei.“

Regina Fischer

Die gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion Regina Fischer bezeichnet es als enttäuschend, dass es bei dem Gespräch am Montag zu keiner gemeinsamen Linie der DAX-Unternehmen und der Bundesregierung gekommen ist: „Allerdings war eine Einigung auch kaum zu erwarten, wenn sich schon die Bundesregierung nicht auf eine Position einigen kann.“ Dabei sei eine Frauenquote auch für Hannover wichtig: „Zwar haben wir mit der TUI und Rossmann zwei Unternehmen, die die geforderte Quote von 40 Prozent knapp erfüllen bzw. deutlich darüber liegen, doch in den Aufsichtsräten und Geschäftsführungen sind Frauen durchweg unterrepräsentiert.“

Auf Antrag der SPD-Ratsfraktion wird es deswegen eine öffentliche Anhörung zum Thema „Frauen in Führungspositionen“ geben. Dabei werden Fachleute aus Betrieben mit städtischer Beteiligung mit Expertinnen diskutieren, wie Frauen der Aufstieg in die oberen Führungsebenen ermöglicht werden kann, welche Maßnahmen bislang erfolgreich waren und an welchen Stellen Verbesserungen nötig sind. Bislang liegt der Anteil von Frauen in der ersten Führungsebene bei 0 Prozent, in der zweiten Führungsebene bei 26,9%, in der Dritten bei 16,7% und in der vierten Ebene bei 23,6%.