Maßnahmenkatalog der SPD-Ratsfraktion gegen Kinderarmut verabschiedet

 

Ein halbes Jahr hat die SPD-Ratsfraktion Hannover intensiv mit PartnerInnen aus der Stadtgesellschaft über mögliche Maßnahmen gegen Kinderarmut und für gleiche Startchancen unter dem Motto „Gemeinsam den Weg bereiten – Hannover gegen Kinderarmut“ diskutiert. Insgesamt fanden vier Foren und eine große Abschlusskonferenz statt. Nun wurde der Maßnahmenkatalog beschlossen und es ist an der Fraktion, diesen Katalog abzuarbeiten.

„Wir haben Maßnahmen diskutiert, die es bereits gibt und neue Maßnahmen in den Katalog aufgenommen. Das führte dazu, dass wir unter den Themenbereichen

- Bildungsteilhabe von Anfang an
- Die Macht der Sprache und der Gesundheit
- Teilhabe an Kultur und Freizeit für alle Kinder
- Jugendlichen Perspektiven geben
- Starke Eltern für alle Kinder

einen Weg beschreiben können, den wir als Fraktion in den nächsten Jahren gehen werden“, erklärt Christine Kastning, Fraktionsvorsitzende der SPD-Ratsfraktion Hannover. „Dieser Weg wurde mit vielen Expertinnen und Experten aus der Praxis diskutiert und von Herrn Dr. Christian Alt, vom Deutschen Jugendinstitut aus München, aus wissenschaftlicher Perspektive sehr positiv bewertet“, so Stefan Politze, stellvertretender jugendpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion.

Während des Dialogs wurde deutlich, dass insbesondere stadtteilbezogene Netzwerke ein Gerüst bieten, um Kindern gute Startchancen zu bieten. Das Handeln unbedingt nötig ist, zeigt auch der Sozialbericht der Region Hannover. Hiernach erhalten 28,1% der in Hannover lebenden Kinder Mindestsicherungsleistungen.

„Wir haben uns bisher im Jugendbereich sehr auf den Ausbau der Kinderbetreuung konzentriert und da bereits gute Erfolge erzielt. Der Ausbau soll auch zukünftig weiterlaufen. Es hat sich weiter herausgestellt, dass die niedrigschwellige, aufsuchende Elternarbeit ein guter Weg ist, um Eltern in ihren Rollen zu stärken und damit auch den Kindern zu helfen“, erklärt Stefan Politze.

Klar wurde aber auch, dass Kontinuität einen großen Stellenwert hat, wenn man langfristige Wirkung erzielen möchte. „Einzelne Projekte sind gut und wichtig, es darf aber nicht vergessen werden, dass Kinder eine Beständigkeit brauchen. Bei dem Thema der Kontinuität von Maßnahmen werden wir uns intensiv Gedanken machen, wie diese Forderung realisieren könne“, so Stefan Politze.

Den Maßnahmenkatalog sowie weitere Informationen finden Sie hier: