SPD-Fraktion begrüßt Zusage für Modellversuch Bürgerarbeit in der Region Hannover

Dr. Gudrun Koch
 

„Die SPD-Ratsfraktion begrüßt die Zusage des Bundes zur Beteiligung der Region Hannover am Modellprojekt Bürgerarbeit, erklärt Dr. Gudrun Koch, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion Hannover. Über das Jobcenter der Region Hannover eröffnen sich für rund 700 Menschen in der Region Hannover nun Chancen auf eine mit Mitteln des Bundes und Zuschüssen aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) finanzierte gemeinnützige Tätigkeit.

Rund 2.100 Langzeitarbeitslose sollen durch das Projekt insgesamt in der Region Hannover angesprochen und aktiviert werden.

Für das Gebiet der Landeshauptstadt heißt dies rechnerisch, dass rund 400 bis 450 Langzeitarbeitslose, die aktuell keine Chancen auf direkte Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt haben mit Bürgerarbeit eine Beschäftigungsperspektive von bis zu 3 Jahren bekommen. Die Vergütung liegt bei rund 900 Euro netto für eine Beschäftigung von 30 Stunden pro Woche. Für Alleinerziehende soll es bei Bedarf Teilzeitbeschäftigungen von 20 Stunden/Woche geben. Die Sozialpolitikerin ist sicher: „Die Aussicht auf eine längerfristige Beschäftigung gibt diesen Menschen zu Recht das Gefühl gebraucht zu sein und etwas Sinnvolles zu tun. Die Nachhaltigkeit kann durch die begleitenden Qualifizierungsmaßnahmen erhöht werden. Ziel bleibe es, möglichst viele Menschen für den ersten Arbeitsmarkt fit zu machen und aus Bürgerarbeit in reguläre Beschäftigung zu vermitteln. Bürgerarbeit kann dabei ein sinnvoller Zwischenschritt sein.

Für die Stadt und Region Hannover muss nun unter Federführung des JobCenters ein Umsetzungskonzept erstellt werden. Das JobCenter wird dazu im August alle interessierten Kommunen und Träger einladen.

„Wir wünschen uns, dass viele Träger von dem Angebot Gebrauch machen“ so Koch. „Ich sehe viele Einsatzmöglichkeiten wie z.B. Assistenzkräfte für Freizeitaktivitäten, Vorlesen und Spaziergänge in Pflegeheimen, Hilfen in Kitas und Jugendeinrichtungen, Tätigkeiten bei Sportvereinen z.B. für die Platzpflege, oder in Kirchengemeinden, der üstra-Begleitservice, Parkranger oder Einkaufshilfen für betagte und mobilitätseingeschränkte Personen.“

„Auch die Stadtverwaltung sollte sich mit einem wesentlichen Anteil als Trägerin beteiligen. Das konkrete Volumen hängt natürlich vom Gesamtinteresse aller Träger in Hannover ab“ so Koch. Nach der Auswahl- und Aktivierungsphase wird die Beschäftigung bei den Trägern ab dem 1. Januar 2011 starten.

Zu weiteren Details und den Erfahrungen in anderen Kommunen kündigt die SPD-Politikerin eine Infoveranstaltung für interessierte für die zweite Augusthälfte an.