Stadtteilbegehung in Ahlem-Badenstedt-Davenstedt mit Stephan Weil

Stadtteilbegehung in Ahlem-Badenstedt-Davenstedt
 

Am 7. April 2010 besuchte Oberbürgermeister Stephan Weil Schulen, Gewerbetreibende, Initiativen und Einrichtungen im Stadtbezirk Ahlem-Badenstedt-Davenstedt. Begleitet wurde er dabei von Ratsfrau Brigitte Schlienkamp, dem Ratsherrn und Landtagsabgeordneten Stefan Politze, Bezirksbürgermeister Wilfried Gunkel, dem Vorsitzender der SPD-Stadtbezirksratsfraktion im Stadtbezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt, Rainer Göbel und der Bezirksratsfrau Kerstin Politze.

Auf dem Programm standen nicht weniger als sieben Stationen, die durch spontane Besuche verschiedener Verkehrpunkte und öffentlicher Plätze ergänzt wurden.

Zum Abschluss des Besuchstages hatte der SPD-Ortsverein Hannover-West die Vereine und Verbände des Stadtbezirks zu einer Veranstaltung eingeladen. Unter Moderation von Stefan Politze stellte sich Stephan Weil den konkreten Fragen und Anliegen der vielen Aktiven aus den Stadtteilen.

Den Auftakt bildete der Besuch der Friedrich-Ebert-Grundschule im Salzweg. Beim ausführlichen Rundgang durch die Schule, wurde neben Unterrichtsräumen, Schulhof, Computerraum und Sporthalle auch die Baustelle der Mensa besichtigt. Beim anschließenden Gespräch der Besuchergruppe mit der Schulleitung wurden die gute Zusammenarbeit der Schule mit den Kindertagesstätten und die gute Sprachförderung an der Schule herausgestellt.

Es wurde aber auch deutlich, dass es die Notwendigkeit von mehr Sozialarbeitern und der Verstärkung von Sozialkompetenztrainings bedarf. Die Friedrich-Ebert-Grundschule beteiligt sich am Programm „Schule im Stadtteil“ und ist hier mit vielen Projekten aktiv.

Ebenfalls „Schule im Stadtteil“ ist die frisch sanierte Grundschule In der Steinbreite. Hier beeindruckte die Besuchergruppe die guten Unterrichtsmöglichkeiten in den neuen Unterrichts- und Fachräumen sowie die klare und offene Architektur des Gebäudes.

Ein vom sehr engagierten Förderverein der Schule betriebenes Schulcafé wird auch über die Schule hinaus von den Bürgerinnen und Bürgern des Stadtteils viel genutzt. Stephan Weil lobte dieses Engagement ausdrücklich und wünschte sich die „Schule als Bürgerzentrum“.

Anschließend ging es zum Mittagessen in die Kochwerkstatt der Arbeits- und Sozialberatungsgesellschaft (ASG). Hier wurde die Besuchergruppe hervorragend von Jugendlichen der Einrichtung bekocht. Nach Gesprächen mit der Leitung der Einrichtung und den Jugendlichen sowie einer „Küchenbesichtigung“ ging es mit einem kurzen Fußmarsch weiter zum Besuch der Fahrrad- und Tischerwerkstatt der ASG.

Hier können Jugendliche unter fachlicher Aufsicht handwerkliche Fähigkeiten erlernen und weiterentwickeln. An konkreten Aufträgen lernen sie so alle notwendigen Arbeitsschritte für die Auftragsabwicklung kennen.

Im „Badenstedter Carré“ wurde dann das Gesundheitszentrum villavitale besucht. Der Geschäftsführer Ricardo Savia erläuterte bei einem gemeinsamen Rundgang sein innovatives Konzept, das auf einem ganzheitlichen Ansatz der Fitness- und Gesundheitsförderung beruht. Besonders beeindruckend war, dass es rund 1000 regelmäßige Kunden gibt, von denen rund 60 % im gesundheitlichen und präventiven Bereich trainieren.

Im Schulzentrum Badenstedt wurde dann die ab 01.08. neu beginnende IGS im Schulzentrum Badenstedt vorgestellt. Die IGS wird den hohen Bedarf für den westlichen Stadtbereich, aber auch die Umlandgemeinden Velber, Seelze, Gehrden, Benthe abdecken. Ein engagiertes Team aus Lehrern des Schulzentrums, aber auch erfahrene IGS-Lehrer bereiten derzeit das Konzept vor. Der Oberbürgermeister konnte die künftigen Räume besichtigen, die eine hochwertige Ausstattung mit White-Boards erhalten werden.

Nach diesem Schulbesuch ging es weiter zu einem Austausch mit dem Ahlemer Wirtschaftskreis und der Ahlemer Mahlzeit. Dem Zusammenschluss Ahlemer Kaufleute und Gewerbetreibender ging es schwerpunktmäßig um eine Optimierung von Verkehrsfragen, um die sichere Erreichbarkeit ihrer Geschäfte zu gewährleisten. Außerdem wurde der Wunsch nach einem zentralen, schön gestalteten Platz als Stadtteilzentrum für Ahlem geäußert. Stephan Weil und seine BegleiterInnen gingen daraufhin nach dem Gespräch zu den genannten, fußläufig erreichbaren Punkten und informierten sich vor Ort. Ein weiterer Punkt, der zur Sprache kam, war die Zukunft des „Schubertgeländes“. Stephan Weil sagte zu, hierzu für Informationen zu sorgen.

Besonders beeindruckend war, dass aus dem Wirtschaftskreis die Ahlemer Mahlzeit für bedürftige Bürger gegründet worden ist. Regelmäßig stehen freiwillige Helfer vor dem Edeka-Markt in Ahlem und nehmen Einkaufsgüter von Marktkunden entgegen, die dann an die Kunden verteilt werden. Derzeit werden rund 150 Personen über diese Aktion versorgt.

Letzter Punkt auf dem Programm war dann das Jugendzentrum Salem. Hier warteten schon von den Jugendlichen gegrillte Würstchen auf die Besuchergruppe. Stephan Weil wurde dann von den Jugendlichen zu einem Krökelspiel herausgefordert.
Das Jugendzentrum befindet sich in Trägerschaft der Kirche. Die christliche Nächstenliebe hat hier einen hohen Stellenwert. Das Jugendzentrum wird insbesondere von männlichen und weiblichen Jugendlichen mit Migrationshintergrund besucht. Betreut wird es durch drei Sozialpädagogen.

Bei der abschließenden gut besuchten Veranstaltung in der Kurt-Partzsch-Begegnungsstätte der AWO hatten dann die Aktiven in den Stadtteilen das Wort und die Möglichkeit ihre Fragen zum Stadtbezirk mit dem Oberbürgermeister zu besprechen. Zur Sprache kam eine ganze Palette von Anliegen: von dem Wunsch nach Belebung des Davenstedter Marktes und der Neuansiedlung eines Baumarktes im Stadtbezirk, dem Erhalt der Mittel des Stadtbezirksrates, Fragen zu den Hochbahnsteigen und zu den Modalitäten zur Einrichtung einer Kinderfeuerwehr bis zu den Gebühren für Stadtteilfeste reichten die Diskussionspunkte.

Stephan Weil und Stefan Politze zogen ein sehr positives Fazit dieses Tages. Viele Fragen ließen sich durch einfache Unterstützung und kleine Maßnahmen schnell und unbürokratisch lösen. Diese Art der Stadtteilbereisung sei notwendig und sinnvoll, um die konkreten Anliegen in den Stadtteilen kennen zu lernen und nah an den Bürgerinnen und Bürgern zu sein und zu bleiben.