Bedarfsgerechte Lösungen - Rot-Grün plant Energieberatungskonzept

Manfred Müller
 

<b>Die rot-grüne Ratskoalition schlägt ein Energiesparkonzept vor, das die gezielte Beratung und Betreuung von Haushalten mit geringem Einkommen vorsieht.
Das Besondere daran: EmpfängerInnen von SGB II- und SGB XII sollen Tipps bekommen, wie sie ohne viel Aufwand Strom und Heizkosten sparen können. Die Beratung kann von Menschen übernommen werden, die ebenfalls zu den Geringverdienern zählen. Sie könnten von der Klimaschutzagentur und den Stadtwerken qualifiziert werden.</b>

Manfred Müller, energiepolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion erläutert dazu: „Nach unseren Vorstellungen haben diese Berater gute Chancen, auch ernst genommen zu werden, wenn es um die Frage geht, wie man Energie einsparen kann. Es zeigt, dass jeder selbst Verantwortung übernehmen und die Energiekosten senken kann.“ Bei der Auswahl der BeraterInnen sei außerdem darauf zu achten, dass einige über eine interkulturelle Kompetenz verfügen.

Nach den Vorstellungen der grünen Sozialpolitikerin Katrin Studier sollen neben den beschäftigungspolitischen Aspekten ganz konkret auch Hinweise zur Kostenreduktion gegeben werden: „Die Anschaffung neuer Geräte, die beim Energiesparen helfen, ist oft sogar sinnvoller. Das Beratungskonzept muss sich auch mit der Förderung von Investitionsanreizen für den Kauf von energiesparenden Geräten beschäftigen.“

Die Stadtverwaltung wurde mit der Erstellung des Konzeptes in Zusammenarbeit mit der Region Hannover, der ARGE, dem Job Center in der Region Hannover und den Stadtwerken Hannover beauftragt. Auch das Problem der Schulden bzw. Nachzahlungen beim Energieversorger soll in dem Vorhaben Berücksichtigung finden.

In der Region Hannover leben 66.000 Bedarfsgemeinschaften, die SGB II oder SGB XII-Leistungen empfangen. Die für das tägliche Leben benötigte Energie ist im Leistungsumfang enthalten, doch häufig führt ein längerer Aufenthalt zu Hause, schlecht isolierte Wohnungen oder veraltete Elektrogeräte zu hohen Nachforderungen des Energieversorgers. Deshalb sollten analog des sog. „Wolfsburger Modells“ SGB II-EmpfängerInnen zu Energieberatern qualifiziert werden.

Eine Pressemitteilung der SPD-Ratsfraktion und der Fraktion Bündnis90/Die Grünen